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Je mehr Naturfelder desto günstiger wirds

Wir haben bereits in unserem ersten Blogartikel erwähnt, dass Naturfelder umso günstiger werden, je mehr Felder es insgesamt gibt. Das ist kein Wunder, denn so funktioniert auch die Landwirtschaft. Je größer die Fläche desto geringer die Kosten. Das spiegelt sich z.B. auch in Rabatten auf Material wider. Darauf wollen wir in diesem Artikel nochmals eingehen und eine erste Prognose für die künftige Preisentwicklung aufzeigen.

Günstigere Preise durch Web-Anwendung und Automatisierung

Der größte Schritt dahin in Zukunft viele Naturfelder anlegen und organisieren zu können, ist es eine Web-Anwendung zu entwickeln. Anstatt Flächenangebote von Landwirten und Buchungen auf Dauer manuell zu bearbeiten, lassen sich dann zeitraubende organisatorische Prozesse automatisieren.

Zum Start müssen wir die Entwicklungskosten für diese Anwendung auf den Preis der Naturfelder umlegen. Sobald die Anwendung fertig gestellt ist, entfallen diese Kosten bei der Kalkulation der Preise natürlich. Die dann greifende automatisierte Verarbeitung der Buchungen wird die Preise enorm sinken lassen.

Weitere Einsparpotenziale durch lange Standzeiten der Naturfelder

Wie schon berichtet, möchten wir alle Chancen Nutzen, die Naturfelder möglichst lange aufrecht zu erhalten. Das erleichtert uns die Arbeit, denn wir müssen zum Beispiel seltener neue Insektenhotels aufbauen. Zusätzlich macht das die Naturfelder ökologisch viel effektiver. Je länger die Flächen zur Ruhe kommen, desto mehr Insekten können sich etablieren.

Damit die Flächen ihren Status als Ackerland behalten, muss allerdings innerhalb von 5 Jahren eine andere Frucht angebaut werden. Deshalb haben wir gemeinsam mit Landwirten zwei Systeme erdacht, die einen praktisch unbegrenzten Bestand der Naturfelder ermöglichen. 

Das erste System ist für Felder gedacht, die an einem Ort bleiben sollen. Auf diesen wird über 4 Jahre rotierend in einem jeweils andern Quadranten eine andere Frucht ökologisch verträglich angebaut. Das eigentliche Naturfeld dehnt sich also jeweils nur auf dreiviertel der Gesamtfläche aus. Dafür kann es aber praktisch unbegrenzt lange stehen bleiben ohne den Status als Ackerland zu verlieren.

Das zweite Naturfeld wandert kontinuierlich über die Flächen des Landwirtes. Hierbei wird die Gesamtfläche des Naturfeldes in fünf Streifen eingeteilt. In jedem Jahr werden auf dem jeweils hintersten Streifen wieder Nutzfrüchte angebaut. Dafür kommt vorne ein gleich großer Streifen neues Naturfeld hinzu. Dazwischen liegen immer drei Streifen die dann 2-4 jährig sind. Insgesamt wandern Feld und Habitate so langsam genug, dass es für die Insekten kein Problem darstellt. Gleichzeitig kann der Landwirt zusätzlich von der stark verbesserten Qualität des erholten Ackerlandes profitieren.

Und wieder Fläche

Besonders hohes Potential für günstigere Preise liegt zusätzlich in der Menge der Flächen. Diese Einsparungen werden direkt an die Unterstützer weiter gegeben, um wiederum mehr Unterstützer zu finden. Damit wird der Naturschutz als Geschäftsmodell immer attraktiver und marktfähiger.

Voraussichtliche Preisentwicklung

Wir haben die Preisentwicklung berechnet und sind zu folgendem Ergebnis gekommen:
Alle Preise verstehen sich in Quadratmeter/Jahr, inkl. Mehrwertsteuer.


Preise m² bei ca. 5 Hektar Gesamtfläche

Blühstreifen (Habitat Bronze) 4,- Euro
Blühwiese (Habitat Silber) 8,- Euro
Vollhabitat (Habitat Gold) 14,- Euro

Preise je m² bei ca. 16 Hektar Gesamtfläche

Blühstreifen (Habitat Bronze) 2,- Euro
Blühwiese (Habitat Silber) 4,- Euro
Vollhabitat (Habitat Gold) 7,- Euro

Preise je m² bei ca. 75 Hektar Gesamtfläche

Blühstreifen (Habitat Bronze) 1,- Euro
Blühwiese (Habitat Silber) 2,- Euro
Vollhabitat (Habitat Gold) 3,- Euro

Zusammenfassend stellen wir fest, dass erheblich günstigere Preise für zukünftige Naturfelder möglich und zu erwarten sind, wenn nachstehende Vorraussetzungen erfüllt sind:

  • Online-Plattform zur Abwicklung von Habitat-Buchungen 
  • Online Anmeldung u. Auftragsvorbereitung für teilnehmende Landwirte
  • Lange Standzeit der Naturfelder und Nutzung von Rotations- bzw. Wanderkonzept
  • Teilnahme größerer Abnehmer (wie z.B. Unternehmen, Institutionen, NGOs)

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