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Insekten in Gefahr, laut PNAS Studie

Erneut werden die Nachrichten über den Rückgang der Biomasse bei Insekten bestätigt, diesmal jedoch aus internationaler Quelle, die auch in unserer „Fakten“-Rubrik beschrieben wird.

Anlass ist eine Studie des wissenschaftlichen Magazins PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of Amerika) mit dem Titel „Climate-driven declines in arthropod abundance restructure a rainforest food web“

Auch diese Studie geht auf die PLOS ONE Studie ein und bestätigt den Rückgang der Biomasse von Insekten. Allerdings führt sie noch eine Reihe weiterer Studien an, die dieses Bild bestätigen. Sie kritisiert ferner, dass obwohl Insekten mehr als zwei Drittel der Landarten ausmachen, Informationen über ihre Häufigkeit und Aussterberate in tropischen Lebensräumen bisher kaum oder gar nicht vorliegen.

In diesem Fall liegt der Schwerpunkt auf der Reduktion der Biomasse von Flug-Insekten durch den Klimawandel. Thematisiert wird, dass die aktuell vorherrschenden Insektenarten nicht in der Lage sind, sich an den klimatischen Wandel anzupassen. Ein solcher Vorgang nimmt normalerweise viele tausend Jahre in Anspruch. Da der aktuelle Klimawandel sehr abrupt innerhalb nur weniger hundert Jahre erfolgt, können sich diesem nur Arten mit einer sehr schnellen Reproduktionsrate anpassen.

Analysiert wurden vorhandene Daten, die zwischen 1976 und 2012 in zwei verschiedenen Höhen im Luquillo-Regenwald von Puerto Rico aufgenommen wurden. Der Forscher Lister untersuchte daraufhin die gleichen Gebiete mit denselben Methoden, die bereits seit den 1970er Jahren untersucht wurde. Neben der Landwirtschaft macht diese Studie auch den Klimawandel für den deutlichen Rückgang der Biomasse von Insekten verantwortlich.

Laut der Studie haben wir es hier mit zwei sich verstärkenden Problemen zu tun: Insektensterben trifft auf Klimawandel. Dieses Zusammentreffen bewirkt nicht nur das Insektensterben, sondern betrifft, über das Sterben Insekten hinaus, das derzeit stattfindende sechste große Massenaussterben.

Dennoch wollen wir auf dieser Website bei den Insekten bleiben. Deshalb vertiefen wir das an dieser Stelle nicht weiter. Wer dem dennoch nachgehen möchte, findet unter den Suchbegriffen „sixth mass extinction“ oder „Das sechste Massenaussterben“ Informationen die weit über das Thema Insekten hinaus gehen. Zusammen mit dem Stressfaktor Klimawandel aus unserer Sicht umso mehr Grund schnell einen anderen Kurs einzuschlagen. Mit der Natur anstatt gegen sie handeln, wobei die Naturfelder.de hier eine Art „Ersthilfe“ sein könnten, welche die Situation schnell und wirksam entlasten, dadurch dass ohne Umschweife Lebensraum erschaffen wird, trotz  der vertrackten Flächenlage. Wenn auch zunächst nur punktuell, aber daran wollen werden wir arbeiten.

Links:

Studie der PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences)
„Climate-driven declines in arthropod abundance restructure a rainforest food web“
http://www.pnas.org/content/early/2018/10/09/1722477115

Artikel in „Washington Post“ über die neue PNAS-Studie
https://www.washingtonpost.com/science/2018/10/15/hyperalarming-study-shows-massive-insect-loss/?utm_term=.1a96aa817568&wpisrc=al_news__alert-hse–alert-national&wpmk=1

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