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Wie wir dazu kamen Naturfelder.de zu realisieren

Unsere Überlegungen begannen nach Veröffentlichung der Studie über den Insektenbestand in NRW.
Vor dem Hintergrund, dass dringend neuer Lebensraum für Insekten nötig ist, suchten wir nach Lösungen. Dabei kamen wir auf die Idee, die vorhandenen Strukturen zu nutzen und die Schaffung von Habitaten unter den „Voraussetzungen des Marktes“ zu betrachten.

Darauf folgte eine Serie von Fragen, die wir uns stellten: Können wir einfach einen Landwirt damit beauftragen, uns Felder „nach Maß“ zu realisieren? Wie hoch ist der Aufwand für die Schaffung dieser Insekten-Lebensräume? Und was gehört überhaupt alles zu einem optimalen Habitat für Insekten?

Wir begannen den Fragen systematisch nachzugehen und erarbeiteten gemeinsam mit Partnern ein Konzept und baten unsere, Freunde, Kollegen, Kooperationspartner etc. um deren Einschätzung. Das Echo war durchweg positiv und es sprach nichts gegen eine Fortsetzung der Planung.

Rechenmodell

Daraufhin haben wir viel kalkuliert und stellten schnell fest, dass die Umwandlung umso günstiger wird, je größer die Fläche ist. Was auch logisch ist, denn aus demselben Grund wurden die Monokulturen in Deutschland immer größer. Je größer die Fläche, desto geringer die Kosten im Verhältnis. Schon bei dem 5-fachen der Fläche (5 Hektar) halbieren sich die Kosten, was wir problemlos an unsere Unterstützer weiter geben können.
Ab 16 Hektar Gesamtfläche liegt der qm-Preis nur noch bei einem Drittel des Ausgangspreises. Da das Rechenmodell bei größeren Flächen immer günstiger wird, nahmen wir die Anforderung, dass eine Umwandlung bundesweit möglich sein soll, in unsere Planung auf. Mit Landwirten und Gartenbaubetrieben vor Ort, lässt sich das Konzept problemlos skalieren.

Auch für Landwirte interessant

Ein weiterer Ansporn war die Reaktion unseres Kooperationspartners Franz-Josef Diepers. Wir lernten dadurch, dass einer Beauftragung nichts entgegen steht und stiegen in die Planung ein. Dass es nicht um die üblichen messbaren Ernteerträge geht, sondern um die Blühwiese als solche hat aus Sicht der Landwirte durchaus Vorteile. Es besteht kein Risiko durch Ernteverlust. Die erforderliche Notbewässerung bei Dürre stellt aus Sicht unseres Partners kein Problem dar.
Naturfelder.de ergänzt das bisherige Geschäftsmodell von Landwirten. Zusätzlich zu den verbreiteten Monokulturen leisten nun auch biowirksame Biotop-Areale ihren Beitrag zum Betriebsergebnis.

Fläche, Fläche, Fläche

Zum Glück gibt es in letzter Zeit immer mehr Initiativen, die sich für den Schutz und die Schaffung von Lebensraum für Insekten einsetzen.Wir unterstützen diese Aktionen, da jeder blühende Quadratmeter zählt. Leider sind in der Regel keine freien Flächen zu finden. Es bleiben meist nur Restflächen übrig, wie Blühstreifen zwischen Feldern oder Ränder von Wirtschaftswegen. Deshalb stehen Insekten bisher viel zu wenige Flächen als Lebens- und Erholungsraum zur Verfügung. Ein bisschen „wachsen lassen“ in den Vorgärten und zwischen den Feldern wird es nicht richten. Hier ist die Landwirtschaft insgesamt gefragt.

Einem so dramatischen Rückgang an Insekten müssen auch drastische Maßnahmen folgen. Uns geht es nicht nur um die Ränder, wir wollen den ganzen Acker. Wir möchten möglichst VIEL Fläche in wertvollen Lebensraum umwandeln und die Kosten immer weiter senken.

Was ist der Wert von Biodiversität?

Wenn den Insekten und anderen Wildtieren der „Wert“ beigemessen würde, den sie in ihrer Funktion für unser Überleben haben, wäre eine Umwandlung riesiger Flächen sicher kein Problem, denn es wäre leicht finanzierbar. Was diejenigen, die festlegen, was welchen Wert hat bei ihrer Urteilsbildung jedoch zu wenig beachten ist die Frage, wovon unser eigenes Habitat abhängt. Voraussetzung für unser Überleben auf diesem Planeten sind aber normalerweise nicht das Wirtschaftswachstum oder Finanzen, sondern das Habitat, unser Lebensraum. Wir haben unseren Lebensraum haben so stark verändert, dass wir unsere Situation in und mit der Natur gleich mehrfach aus dem Blick verloren haben. Das betrifft nicht nur die Verschmutzung, sondern auch die Frage des Gebrauchs von Rohstoffen.

Aber um bei den Insekten zu bleiben. Selbst wenn wir persönlich nicht direkt von Insekten abhängen, unsere Ernährung hängt davon ab. Und nicht nur unsere, dem Verlust von Insekten würde unweigerlich der Verlust vieler Wildvögel, Amphibien und nicht zuletzt Wassertiere folgen.

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