Unsere Idee und Mission

Um die Artenvielfalt von Insekten zu erhalten,
wird dringend ungestörter Lebensraum benötigt.

Dem Insektensterben entgegen wirken

Naturfelder Issum e.V. wandelt verfügbare Flächen in Lebensraum für Insekten um.

Ist das überhaupt möglich? Wir haben es geprüft und festgestellt, dass Landwirte nicht an ihre üblichen Geschäftsmodelle gebunden sind. Eine extensive Nutzung der Felder kommt ihnen sogar entgegen. Auch gibt es immer wieder Flächen im Privatbesitz oder im Eigentum der Gemeinde, die in Frage kommen oder deren Nutzung noch bevorsteht. Aber auch eine temporäre Nutzung als Naturfeld kann für die Biodiversität sehr nützlich sein.

Gemeinsam mit Landwirten und anderen Experten machen wir aus Monokulturen bunte Blumenwiesen. Über die Insektenweide hinaus wird der neu gewonnene Lebensraum mit Futterstauden und Insektenhotels aufgewertet. Dafür haben wir eigens ein Insektenhotel entwickelt. So entstehen Oasen für Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge, und andere Insekten, Kleintiere aber natürlich nützt dies auch Vögeln u. anderen Wildtieren hier vor Ort.

Und so geht’s

In vier Schritten zum ersten Naturfeld

Um dem Schwund von Insekten wirksam entgegen zu wirken, müssen wir für sie dringend neuen hochwertigen Lebensraum schaffen. Damit dies möglichst effektiv geschehen kann, ist es wichtig, die Kraft vieler Mitstreiter zu bündeln. Je mehr Fläche umgewandelt wird, desto günstiger geht das und desto mehr profitiert der Insektenbestand.

  • Organisation neuer Flächen

    Organisation Fläche u. Bewässerung, Bodenproben, Evaluation Saatgut,

  • Vorbereitung

    Entfernung vorhandene Kulturen, Umbrechen der Fläche durch den Landwirt, Erstellung Saatbett

  • Aussaat

    Einsaat der Blühmischung durch den Landwirt, ca. 3 Wochen Startbewässerung

  • Veredelung

    Pflanzung der Futterstauden, Aufstellung Insektenhotels u. ggf. Wasserstellen, Totholz, etc.

Die Bestandteile

Blühmischungen

Wir verwenden Saatgut ausschließlich hochwertiges Saatgut für naturnahe Begrünung mit Samen von gebietseigenen Wildblumen und Wildgräsern aus gesicherten Herkünften Deutschlands. Bei der Auswahl des Saatguts berücksichtigen wir die Bodenqualität vor Ort, die wir im Zweifel anhand von Bodenproben ermitteln.

Notbewässerung bei Dürre

Gerade in den letzten Jahren haben wir die Auswirkungen einer Dürre verfolgen können, von der auch Gräser und Blühpflanzen betroffen waren, sofern sie nicht bewässert wurden. Um sicherzustellen, dass unsere Blühwiesen einer Dürre standhalten, ist eine Anfangs- und Notbewässerung geplant. Zur Bewässerung kommt es aber nur, wenn der Bestand der Blühwiese durch Trockenheit gefährdet ist. Für die Bewässerung werden dieselben Mittel eingesetzt, die für andere Kulturen im Freiland üblich sind.

Insektenhotels

Unsere Insektenhotels haben wir selbst entwickelt. Sie bestehen aus Buchenholz und sind mit Löchern zwischen 2mm und 9mm Durchmesser besetzt. Für unsere Insektenhotels erstellen wir demnächst eine Online-Dokumentation zum nachbauen.

Sandhotels für Wildbienen

Eigens für die Wildbienenarten, die ihre Nester in Form von Gängen in den Boden graben, wird es zusätzlich einen „Sandkasten“ geben, in dem diese Arten nisten können. Der Sand ist dabei kein typischer Bausand sondern ungewaschener Füllkies, in unterschiedlicher Korngröße. Die darin enthaltenen Erd- und Lehmreste werden von Wildbienen ebenfalls zum Bau ihrer Sandhöhlen verwendet.

Einen weiterführenden Artikel zu den Insektenhotels und Bodenhabitaten gibt es hier.

Pläne für 2020

Schon bald soll es viele Naturfelder geben

Wir arbeiten mit den Landwirten vor Ort zusammen, die uns ihr Feld zur Verfügung stellen, mit der Gemeinde oder auch mit Privatbesitzern. Unsere Naturfelder bestehen aus folgenden Elementen:

Blühwiese: Herkunftsspezifische, mehrjährige Blühwiesen.
Futterstauden: Bepflanzung mit wenigen größeren Stauden.
Insekten-Habitate: Insektenhotels oder Bodenhabitate
Weitere Veredelung: Wasserstellen, Totholz, Bodensubstrat, etc.

 

Wir arbeiten gerne eng mit Experten zusammen, wie z.B. dem NABU, die uns sehr kompetent beraten. Ferner sind wir offen gegenüber Ideen der Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen. Gerne würden wir mit den Naturfeldern z.B. wissenschaftliche Arbeit unterstützen (z.B. durch Beforschung oder Zählungen).

Auch für Schulen können die Naturfelder interessant sein. Vor Ort lassen sich Hintergründe zu den Nahrungsnetzwerken von Wildtieren besonders anschaulich vermitteln.

Möchten Sie unserem Verein beitreten?

Hier können Sie das Beitrittsformular herunterladen. Ebenfalls mit im Formular enthalten: Die Einzugsermächtigung für die Lastschrift, sowie eine Einverständniserklärung bezüglich Fotografien auf Vereinsveranstaltungen. Daher bitte nur die Teile des Formulars unterschreiben, mit denen Sie einverstanden sind und das unterschriebene Formular bitte per Post senden an:
Naturfelder Issum e.V.
Gelderner Str. 139
47661 Issum.

Rückfragen zu unserer Vereinsarbeit bitte gerne per E-Mail an info@naturfelder.de.

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